KTM Duke II Soundtunig

Bitte nicht vergessen : Die hier gezeigten Änderungen führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis !

Der Originaldämpfer (die Duke II hat zwei davon) besteht aus einer Aluminiumröhre mit 2 aufgenieteten Edelstahlkappen.

Der Dämpfer ist in zwei Kammern unterteilt, die von aussen sichtbare Schraube hält die Trennwand. Die erste Kammer arbeitet nach dem Absorptionsprinzip: Dazu führt ein gelochtes Rohr von der Eingangskappe (links) durch die Trennwand, der Raum zwischen Rohr und Wand ist mit Dämmmaterial gefüllt.

Die zweite Kammer nutzt das Reflektionsprinzip: Die Abgase gelangen nach der Trennwand nur über einen Umweg durch ein engeres S-förmiges Rohr („db-Killer“) über die Endkappe ins Freie.

Eine einfache Möglichkeit, das Auspuffgeräusch zu ändern, ist die Drehung der Endkappe um 180 Grad bzw. das Vertauschen der spiegelsymmetrischen Endkappen beider Dämpfer. „Geschickterweise“ passt das db-Killer Rohr genau in den Ausgang aus der ersten Kammer:

Zum Drehen bzw. Tauschen der Kappen sind die jeweils 6 Nieten auszubohren. Bei Einsetzen der neuen Alunieten (5mm Durchmesser, für 2-3 mm Materialstärke) muss man mit einem die Bohrungen in Endkappe und Aussenwand mit Nachdruck zum Fluchten bringen (z.B. mit Hilfe eines 3mm Bohrers, den man durch beide Löcher steckt und dann als Hebel benutzt).

Das Ergebnis ist m.E. enttäuschend: Im Leerlauf und Teillastbereich klingt der Auspuff wie gehabt, aber unter Last wird der Klang unangenehm knallend und agressiv. Nichts für Passfahrten – insbesondere da in diesem Bereich der Dukesound auch im Originalzustand gefällt.

Die naheliegende Lösung den Klang auch im Teillastbereich zu ändern ist die Vergrösserung des Ausgangsquerschnitts: Der db-Killer muss weg. Das Rohr wird durch den Boden einer becherförmigen Vertiefung in der Endkappe geführt und zusätzlich durch ein Blech an der Innenseite der Kappe gehalten.

Die technische Umsetzung dieses Vorhabens ist nicht ganz einfach, da man der aufzutrennenden Schweissnaht im Becherboden (im Bild gelb gestrichelt) mit üblichem Werkzeug (Trennschleifer) nicht beikommt. Zur Zeit prüfe ich verschiedene Ideen, konkret umgesetzt habe ich noch keine:
·         Stichsäge mit schmalem Sägeblatt für engen Kurvenradius
·         Plasmaschneider (zu wüst ?)
·         Mini Trennscheiben auf Dremel o.ä. (zu schwach ?)
·         Drehbank / Ausbohren / Ausfräsen 

Das Resultat kann man sich "anhören", in dem man den Dämpfer einfach ohne Endkappe montiert: Im Leerlauf prima, unter Last viel zu laut! Unter http://members.chello.at/wetza1/y-Rohr.htm finden sich dazu weitere Hinweise und auch eine Sounddatei als Klangprobe.

Um den Lärm zu verringern, bietet sich auch hier die Anwendung des Absorptionssprinzips an. Dazu wird in der zweiten Dämpferkammer  ein aus Lochblech gebogenes Rohr mit trichterförmigem Eingang eingesetzt. Um das Rohr herum wird Dämmstoff eingefügt.

Eine Lösung dieser Art bietet Diese Lösung  bietet m.W. KTM Faber als sog. "Sportendkappen" an: http://www.ktm-faber.de. Berichten zufolge ist der Klang sehr schön, ohne übermassig laut zu werden. Der Preis ist im Vergleich zu Nachrüstanlagen auch in Ordnung.

Persönliche Erfahrungen damit habe ich (noch) keine, es bietet sich aber ein Vergleich mit meiner Gilera Saturno an. Dort ist ein Lafranconi Dämpfer eingebaut, der ausschließlich nach dem Absorptionsprinzip bei großem Rohrdurchmesser arbeitet. Der Klang ist perfekt (insbesondere im Schiebebetrieb) und nicht übermassig laut, allerdings ist der Dämpfer wesentlich länger als bei der Duke.